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In der Schwebe

Eine gewisse – wenn auch ungewollte – Akrobatik
Diese Ausstellung ist von einem Text der französischen Psychoanalytikerin und Philosophin Anne Dufourmantelle aus ihrem 2011 erschienen Buch Éloge du risque (dt. Lob des Risikos. Ein Plädoyer für das Ungewisse) inspiriert. In dem kurzen Kapitel, übertitelt mit In der Schwebe bezieht sie sich u.a. auf Seiltänzer und Trapezkünstler und auf deren Vermögen, den Moment „der aufs Seil gestützten Schwebe“ auszukosten.

„Das Risiko der Schwebe verlangt“, so folgert laut Dufourmantelle „eine gewisse Akrobatik“. Und das ist auch ein Vermögen, das angesichts der Unklarheiten und Unvorhersehbarkeiten, die mit den aktuellen Entwicklungen einhergehen, den Menschen abverlangt wird: Eine gewisse – wenn auch ungewollte – Akrobatik.

Die gegenwärtige Situation hält ein Brennglas auf die Strukturen, Möglichkeiten und Problemfelder unserer Gesellschaften. Allzu schnell zeigt sich, dass fertige Antworten und große Gesten keine Gewissheiten mehr erzeugen. Wir verbleiben in Erstarrung, wenn wir diese von niemandem erwartete Zeit des im-Ungewissen-Schwebens nicht nutzen. Und nicht nur für uns selbst Raum für Neues aufmachen, sondern tatsächlich die Welt entlasten.
Termine
Eröffnung 19. September 2020, 12:00 bis 20:00 Uhr
20. - 30. September 2020, Mo, Di, Do, Fr 10:00 - 18:00 Uhr, Mi 10:00 - 22:00 Uhr, Sa 12:00 - 16:00 Uhr
1. - 31. Oktober 2020, Mo, Di, Do, Fr 10:00 - 18:00 Uhr, Mi 10:00 - 22:00 Uhr, Sa 12:00 - 16:00 Uhr
1. - 28. November 2020, Mo, Di, Do, Fr 10:00 - 18:00 Uhr, Mi 10:00 - 22:00 Uhr, Sa 12:00 - 16:00 Uhr
Weitere Informationen
(c) Foto: Josef Fürpass, "perspektivenwechsel", 2016
Veranstaltungsort/Treffpunkt