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Der große Tod. Szenen des Krieges

„Kriege brechen nicht aus. Kriege werden geplant und beendet“, so Fritz Orter, Sonderberichterstatter aus Krisengebieten des Nahen und Mittleren Ostens und Buchautor im Jahr 2014.

Mit dem Krieg und all seinen Folgen und Auswirkungen beschäftigten sich auch schon Künstler der Frühen Neuzeit, wie die neue Sonderausstellung in der Alten Galerie anhand von etwa 70 Druckgraphiken sowie Gemälden, Büchern, Medaillen und vielem mehr zeigt.

Embedded Journalism (eingebetteter/integrierter Journalismus) ist ein Begriff, der im Zuge des Irakkrieges 2003 von den amerikanischen Streitkräften eingeführt wurde. Im Wesentlichen stellt dies eine enge Kooperation von Militär und Journalismus dar. Die Kritik an der Objektivität einer solchen Berichterstattung ließ nicht lange auf sich warten. Ähnlich eingebettet waren Künstler der Frühen Neuzeit – gezwungen durch eine große Abhängigkeit vom Auftraggeber, in diesem Fall dem Kriegsherrn. Als eine Art Kriegsberichterstatter wurden sie zu Belagerungen und Feldzügen mitgenommen, um diese zu dokumentieren. „Die Ausstellung Der große Tod zeigt, wie Kriege entstehen, wie sie geführt werden und wie sie enden – und welch menschliches Leid damit verbunden ist“, erklärt Kuratorin Karin Leitner-Ruhe.

Anhand der berühmten Serie Die großen Schrecken des Krieges des lothringischen Künstlers Jacques Callot im 17. Jahrhundert lassen sich Stationen eines Krieges ablesen, die sich bei einer derartigen Auseinandersetzung stetig wiederholen – bis zum heutigen Tag. So steht am Anfang der Ausstellung die Vorbereitung zu einer Konfrontation. Diese begann bei der Schulung eines Herrschers, dem Entwickeln von Kriegsgerät und ging bis zum Aufstellen eines Heeres. Auslöser für eine militärische Handlung waren zumeist ein Vertragsbruch oder Gebietsansprüche. Letztendlich erfolgte die Kriegserklärung. „Uns war es ein Anliegen, auch das Geschehen abseits des Schlachtfeldes zu zeigen“, so Kuratorin Christine Rabensteiner.
Termine
7. - 31. Mai 2021, Di - So 10:00 - 17:00 Uhr * Feiertag 10:00- 17:00 Uhr
1. - 30. Juni 2021, Di - So 10:00 - 17:00 Uhr * Feiertag 10:00- 17:00 Uhr
1. - 31. Juli 2021, Di - So 10:00 - 17:00 Uhr * Feiertag 10:00- 17:00 Uhr
1. August 2021, Di - So 10:00 - 17:00 Uhr * Feiertag 10:00- 17:00 Uhr
Weitere Informationen
(c) Foto: Universalmuseum Joanneum/N. Lackner
Veranstaltungsort/Treffpunkt