Kategorie » Ausstellungen
Darwin Andino - CODEX / CÓDIGO
Materie und Erinnerung sind kulturelle Artefakte, die mich in meiner Arbeit umtreiben. Erinnerung ist eine komplexe Kommunikationsstruktur, bewahrt in den wenigen Dingen, die in der Lage sind, Epochen zu überdauern: Keramik, Stein, Metall, Fasern, Holz. Es ist auch ein Nachdenken über die Begrenztheit der heutigen Welt – darüber, wie viele ihrer Objekte über die Zeiten hinweg Bestand haben werden. Aus diesen Überlegungen heraus entwerfe ich eine Sprache, einen visuellen Code und Materialien, die diese Komplexität freilegen.
Die Ausstellung repräsentiert eine kleine Welt in all ihren Widersprüchen. Zentralamerika – meine Region – erscheint als fraktale Repräsentation des Universums. Diese Region nach Europa zu transferieren stellt sich aus meiner Perspektive als ein Spiel fraktaler Maßstäbe dar, das die Maschinerie der Zivilisation in Bewegung setzt.
Mich interessiert die Anomalie, in Österreich – im Zentrum Europas – Tontafeln mit der Geschichte der zentralamerikanischen Kunst zu entdecken. So ergibt sich ein doppeltes Spiel: zum einen die Evidenz dieses Mikro-Universums beim Sichtbar-Werden im Ausstellungsraum, zum anderen die buchstäbliche Geste, die Tontafeln zum Abschluss der Ausstellung dem Erdreich zu übergeben. Das Werk wird zu einer Zeitkapsel, wobei der Akt über die Allegorie hinaus Teil des Prozesses selbst wird.
Zentralamerika stellt sich – ausgehend vom Standort Rhizom – als Bestätigung früherer Austauschprozesse mit dem Publikum in Graz dar, ohne jedoch die kritische Kraft zu verlieren, die den Arbeiten zugrunde liegt: eine symbolische Spannung zwischen der Ersten und der Dritten Welt.
Kurator: Lester Rodríguez
Die Ausstellung repräsentiert eine kleine Welt in all ihren Widersprüchen. Zentralamerika – meine Region – erscheint als fraktale Repräsentation des Universums. Diese Region nach Europa zu transferieren stellt sich aus meiner Perspektive als ein Spiel fraktaler Maßstäbe dar, das die Maschinerie der Zivilisation in Bewegung setzt.
Mich interessiert die Anomalie, in Österreich – im Zentrum Europas – Tontafeln mit der Geschichte der zentralamerikanischen Kunst zu entdecken. So ergibt sich ein doppeltes Spiel: zum einen die Evidenz dieses Mikro-Universums beim Sichtbar-Werden im Ausstellungsraum, zum anderen die buchstäbliche Geste, die Tontafeln zum Abschluss der Ausstellung dem Erdreich zu übergeben. Das Werk wird zu einer Zeitkapsel, wobei der Akt über die Allegorie hinaus Teil des Prozesses selbst wird.
Zentralamerika stellt sich – ausgehend vom Standort Rhizom – als Bestätigung früherer Austauschprozesse mit dem Publikum in Graz dar, ohne jedoch die kritische Kraft zu verlieren, die den Arbeiten zugrunde liegt: eine symbolische Spannung zwischen der Ersten und der Dritten Welt.
Kurator: Lester Rodríguez
Termine
Eröffnung 16. September 2025, 19:00 Uhr
17. - 22. September 2025, 15:00 - 19:00 Uhr
Weitere Informationen
Kurzbio:
Darwin Andino, geb. 1983 in Honduras
Künstler und Erfinder/Maker. Teilnahme an lokalen Biennalen in Honduras und Nicaragua sowie an mehreren Ausgaben der Bienal Centroamericana de Artes Visuales, in denen er beide Länder vertrat. Seine Arbeit wurde in verschiedenen Ausgaben der Antología de las Artes de Honduras hervorgehoben. Mitbegründer der zeitgenössischen Kunstkollektive El Círculo, Lacrimógena und Veinti3 sowie Entwickler von Projekten für die regionale Kunstschule EspIRA* / La ESPORA. War als Kulturvermittler am Centro Cultural de España in Tegucigalpa tätig und leitet derzeit sein regional ausgerichtetes Projekt labdecosas.com.
(c) Foto: Darwin Andino 2025
Darwin Andino, geb. 1983 in Honduras
Künstler und Erfinder/Maker. Teilnahme an lokalen Biennalen in Honduras und Nicaragua sowie an mehreren Ausgaben der Bienal Centroamericana de Artes Visuales, in denen er beide Länder vertrat. Seine Arbeit wurde in verschiedenen Ausgaben der Antología de las Artes de Honduras hervorgehoben. Mitbegründer der zeitgenössischen Kunstkollektive El Círculo, Lacrimógena und Veinti3 sowie Entwickler von Projekten für die regionale Kunstschule EspIRA* / La ESPORA. War als Kulturvermittler am Centro Cultural de España in Tegucigalpa tätig und leitet derzeit sein regional ausgerichtetes Projekt labdecosas.com.
(c) Foto: Darwin Andino 2025
Veranstaltungsort/Treffpunkt