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Christoph Gesing - Way of Colour
Mit der Ausstellung „Way of colour“ des in Köln lebenden und arbeitenden Künstlers Christoph Gesing taucht das MUWA für nahezu ein halbes Jahr ganz in das Thema der Farbe ein. Der Fluss der Farbe, Farbwirkung und Farbwirklichkeit sind die zentralen Elemente der Ausstellung im Hauptraum. Mit dem Ausstellungstitel „Way of colour“ bezieht der Künstler sich auf das Fließen der Farbe, den Weg, den die Farbe über den Untergrund nimmt und gleichermaßen auf die spezielle Weise des Farbauftrags.
Christoph Gesing zeigt Arbeiten aus drei verschiedenen Werkgruppen. Allen gemein ist eine äußerst reduzierte, minimalistische Komposition, die er in unterschiedlichen Formaten wiederholt und die dem Fluss der Farben und ihrer Wirkung eine maximale Entfaltung ermöglicht.
Für die 2009 begonnene Serie der “Duochrome“ teilt er jede Arbeit in zwei gleich große Farbfelder, getrennt durch eine horizontale Mittellinie. Nach dem monochromen Farbauftrag über das gesamte Blatt wird die zweite, verdünnte Farbe ausgehend von der Mittellinie über eine Hälfte aufgeschüttet und durch vorsichtiges Bewegen des Blattes verteilt. Dieser physische Prozess erfordert Konzentration und rasches Arbeiten. Durch dieses spezifische, nicht gänzlich steuerbare Aufbringen von Farbe entstehen sowohl verdichtete als auch stärker durchscheinende Areale – Ergebnisse, die für den Künstler immer wieder Überraschungen bergen.
Die ebenfalls zweifarbigen Arbeiten der “Canals“-Werkgruppe zeigen kompositorisch einen vertikalen, zum Teil zentral verlaufenden Farbstreifen. Dieser „Zwischenraum“ (Gesing) in der Farbe des Grundtons teilt die hochformatigen Werke in zwei Felder der gleichen Farbe. Der lasierende Auftrag mittels Aufschütten der verdünnten zweiten Farbe erfolgt hier in zwei Richtungen, ausgehend von der vertikalen Linie, und erzeugt auch hier opake und lasierende Bereiche.
In der dritten Werkgruppe, den „Cases“ verbindet Christoph Gesing eine bemalte Aluplatte und eine bemalte Plexiglasscheibe mit einem Rahmen, der einen Abstand zwischen beiden Flächen schafft. Durch den sich verändernden Lichteinfall und den wechselnden Standpunkt des Betrachtens entstehen jeweils neue Farbnuancen dieser Schichtung zweier monochromer Farbflächen.
Mit der Installation der Arbeiten im Ausstellungsraum erzeugt GESING eine Erweiterung farbiger Nuancen und einen ganz besonderen Rhythmus in der Zusammenschau mehrerer Arbeiten. Jede neue Präsentation von „Duochromen“ ermöglicht eine individuelle Auswahl der Reihenfolge und Zusammenstellung der Farbflächen. Mit konsequent gleichem Abstand voneinander entfalten die einzelnen Arbeiten eine eigene Wirkung durch die Interaktion mit den Farben des Nachbarbildes.
Christoph Gesing verbirgt nichts in seinen Arbeiten. Die Komposition und der Arbeitsprozess sind offengelegt und nachvollziehbar. Diese Einsichten sind dem sich eröffnenden visuellen und gedanklichen Spannungsfeld von Farbbegegnungen keineswegs abträglich, vielmehr schafft diese Klarheit eine Fokussierung auf das Wesentliche, auf die Farbe und ihre vielfältigen Wirkungsmöglichkeiten.
Eva Fürstner / Sabine Richter
Christoph Gesing zeigt Arbeiten aus drei verschiedenen Werkgruppen. Allen gemein ist eine äußerst reduzierte, minimalistische Komposition, die er in unterschiedlichen Formaten wiederholt und die dem Fluss der Farben und ihrer Wirkung eine maximale Entfaltung ermöglicht.
Für die 2009 begonnene Serie der “Duochrome“ teilt er jede Arbeit in zwei gleich große Farbfelder, getrennt durch eine horizontale Mittellinie. Nach dem monochromen Farbauftrag über das gesamte Blatt wird die zweite, verdünnte Farbe ausgehend von der Mittellinie über eine Hälfte aufgeschüttet und durch vorsichtiges Bewegen des Blattes verteilt. Dieser physische Prozess erfordert Konzentration und rasches Arbeiten. Durch dieses spezifische, nicht gänzlich steuerbare Aufbringen von Farbe entstehen sowohl verdichtete als auch stärker durchscheinende Areale – Ergebnisse, die für den Künstler immer wieder Überraschungen bergen.
Die ebenfalls zweifarbigen Arbeiten der “Canals“-Werkgruppe zeigen kompositorisch einen vertikalen, zum Teil zentral verlaufenden Farbstreifen. Dieser „Zwischenraum“ (Gesing) in der Farbe des Grundtons teilt die hochformatigen Werke in zwei Felder der gleichen Farbe. Der lasierende Auftrag mittels Aufschütten der verdünnten zweiten Farbe erfolgt hier in zwei Richtungen, ausgehend von der vertikalen Linie, und erzeugt auch hier opake und lasierende Bereiche.
In der dritten Werkgruppe, den „Cases“ verbindet Christoph Gesing eine bemalte Aluplatte und eine bemalte Plexiglasscheibe mit einem Rahmen, der einen Abstand zwischen beiden Flächen schafft. Durch den sich verändernden Lichteinfall und den wechselnden Standpunkt des Betrachtens entstehen jeweils neue Farbnuancen dieser Schichtung zweier monochromer Farbflächen.
Mit der Installation der Arbeiten im Ausstellungsraum erzeugt GESING eine Erweiterung farbiger Nuancen und einen ganz besonderen Rhythmus in der Zusammenschau mehrerer Arbeiten. Jede neue Präsentation von „Duochromen“ ermöglicht eine individuelle Auswahl der Reihenfolge und Zusammenstellung der Farbflächen. Mit konsequent gleichem Abstand voneinander entfalten die einzelnen Arbeiten eine eigene Wirkung durch die Interaktion mit den Farben des Nachbarbildes.
Christoph Gesing verbirgt nichts in seinen Arbeiten. Die Komposition und der Arbeitsprozess sind offengelegt und nachvollziehbar. Diese Einsichten sind dem sich eröffnenden visuellen und gedanklichen Spannungsfeld von Farbbegegnungen keineswegs abträglich, vielmehr schafft diese Klarheit eine Fokussierung auf das Wesentliche, auf die Farbe und ihre vielfältigen Wirkungsmöglichkeiten.
Eva Fürstner / Sabine Richter
Termine
Eröffnung 12. September 2025, 19:30 Uhr
13. - 30. September 2025, Mo, Mi - So 13:00 - 17:30 Uhr
1. - 31. Oktober 2025, Mo, Mi - So 13:00 - 17:30 Uhr
1. - 6., 8. - 30. November 2025, Mo, Mi - So 13:00 - 17:30 Uhr
1. - 23., 26. - 30. Dezember 2025, Mo, Mi - So 13:00 - 17:30 Uhr
2. - 31. Jänner 2026, Mo, Mi - So 13:00 - 17:30 Uhr
1. - 27. Februar 2026, Mo, Mi - So 13:00 - 17:30 Uhr
Weitere Informationen
Eröffnung: Einführung und Künstlergespräch: Lic. Phil. Katrin Bucher-Trantow, stellvertretende Leitung und Chefkuratorin am Kunsthaus Graz
(c) Foto: C. Gesing
Christoph Gesing, Duochrom 2016, Acryl auf Papier, 29,7 x 21 cm
(c) Foto: C. Gesing
Christoph Gesing, Duochrom 2016, Acryl auf Papier, 29,7 x 21 cm
Veranstaltungsort/Treffpunkt